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Realschule Rutesheim

Herzlich Willkommen auf der Homepage der Realschule Rutesheim

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Schule geben.

Sie finden Informationen rund um schulische Veranstaltungen, die Stundenpläne und Vertretungspläne der Klassen, Prüfungsinformationen und Vieles mehr rund um unsere Realschule.

Viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten.

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RS Rutesheim rockt das Bürgerfest 2017

High Voltage 1
High Voltage 2

Am 18 März fand erneut das Bürgerfest der Stadt Rutesheim in der neuen Bühlhalle statt. Neben Vereinen, Parteien und Organisationen präsentieren sich hier auch die Schulen des Schulzentrums. Highlights des Programms waren sicherlich die Tanzgruppen und vor allem auch die Rockband „High Voltage“ der Realschule Rutesheim. Unter der Leitung von Herrn Serr und Herrn Löschmann hat sich die Band in Rutesheim mittlerweile einen guten Namen erarbeitet und hat einige Hits im Gepäck. Neben Boss Hoss wurde auch der Titel „I Need A Dollar“ präsentiert und von unserem Schulträger auch richtig interpretiert. Im Namen der Stadt wurde von Herrn Killinger eine kleine Spende übergeben, die wir gut brauchen können und selbstverständlich gleich wieder in unsere Band investieren. Sollten Sie Lust auf die Realschule Rutesheim und High Voltage bekommen haben, können Sie uns gerne an unserem Tag der offenen Tür am 31. März besuchen. Sie haben außerdem die Möglichkeit „High Voltage“ bei der 1250 Jahr Feier der Stadt Rutesheim, sonntags im Festzelt, zu erleben. Gute Laune garantiert!

High Voltage 3

Freude am Lesen – Stiftung Lesen an der Realschule Rutesheim

Lesescouts

Dass Lesen leider immer uninteressanter für Kinder und Jugendliche wird, ist sehr bedauerlich. Die Realschule Rutesheim versucht mit den Lese-Souts das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Lesen (wieder) zu wecken. Hierzu kam Frau Evelyn Gangl von der Stiftung Lesen an die Schule, um die Lese-Scouts unter der Regie der Deutschlehrerin Ingeborg Gerwig bei ihrer tatkräftigen Arbeit zu unterstützen. „Kinder sind viel interessierter, wenn ältere Schülerinnen und Schüler ihnen Bücher empfehlen, als wenn das Erwachsene machen“, sagt Evelyn Gangl und lobt den Einsatz der Siebtklässlerinnen, die den Job der Lesescouts an der Realschule innehaben.

Wie man richtig in ein Buch eintaucht, wie man das, was man darin findet an jüngere Schülerinnen und Schüler vermittelt, sie für ein Buch begeistert und somit ihr Leseinteresse nachhaltig fördert, erfahren die Lese-Scouts beim Besuch der Leseexpertin. Eifrig sind sie am Werk und greifen jeden Tipp, den Gangl ihnen gibt auf. In einer Lesenacht mit der Klassenstufe 5 wollen die Lesescouts dann jüngeren Schülerinnen und Schüler der Realschule mit dem Lesevirus zu infizieren. Aber nicht nur Lesenächte stehen auf dem Programm der Lese-Scouts: Am Schuljahresbeginn führen sie neue Schülerinnen und Schüler durch die Stadtbibliothek, um den Zugang zu selbiger zu eröffnen. So ist es doch für viele Schülerinnen und Schüler das erste Mal, dass sie in einer Bibliothek sind. Neben regelmäßigen Veranstaltungen in der Schule sind die Lese-Scouts immer auch Ratgeber für das nächste spannende Buch und bieten viele Angebote für die neuen Leseratten an.

Insgesamt haben 50 Schulen in Baden-Württemberg den Zuschlag für die Ausbildung der Lese-Scouts erhalten. Eine davon ist die Realschule. Die Stiftung Lesen setzt sich bundesweit für Lesefreude bei Jung und Alt ein. Prominente wie zum Beispiel der Fußballer Philipp Lahm, die Schauspielerin Maria Furtwängler und die Autorin Cornelia Funke setzen sich für die Stiftung ein.

Platz 1 beim Planspiel Börse

Von insgesamt 125 Schülergruppen, die aus dem Landkreis Böblingen am Planspiel Börse der Kreissparkasse Böblingen teilnahmen, hat eine Gruppe der Realschule den ersten Platz belegt.

Das Planspiel Börse ist ein Online-Lernspiel und ein Wettbewerb, bei dem mit virtuellem Kapital an der Börse gehandelt wird.  Der simulierte Wertpapierhandel unterstützt das Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen und vermittelt Grundkenntnisse rund um das Börsenwissen. Viele Wirtschaftsthemen können so auf spielerische Weise erkundet werden.  Der Wettbewerb dauert rund zehn Wochen, in denen die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Startkapital von 50.000 € zu realen Börsenkursen handeln. Es gewinnt das Team, welches durch den Kauf und Verkauf von Aktien den größten Wertzuwachs im virtuellen Depot erzielt. In diesem Jahr war dies das Team „HBB“ von der Realschule Rutesheim. Bei einer offiziellen Feier im Gebäude der Kreissparkasse Böblingen erhielten Giulia Rosinski, Tim Wilde, Julia Liese, Michael Vlachos und Nihat Bulduk ihre Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 400 € vom Vorstand der Kreissparkasse ausgehändigt. Wir sind sehr stolz und gratulieren recht herzlich zum ersten Platz!

Nicht vergessen werden soll aber auch unserer Lehrer Herr Kunz, der im Lehrerwettbewerb den zweiten Platz belegte: Herzlichen Glückwunsch!

Wirtschaft verstehen, begreifen, hautnah erleben, dabei sogar Spaß haben und sogar einen Preis gewinnen – so kann Schule auch sein!

Planspiel Börse

Realschule Rutesheim in geheimer Mission bei den Prototypenbauern

Proceda 2

Streng geheim sei alles, sagen die Schülerinnen und Schüler der Realschule Rutesheim, als sie vom Berufsorientierungs-Praktikum bei proceda berichten. Man müsse das Handy abgeben, damit keine Fotos gemacht werden könnten, aber das sei klar, bei den tollen Fahrzeugen, die in den Hallen der Firma stünden – die Augen der Praktikanten leuchten. Dieses Leuchten stellt sich immer bereits während der Firmenvorstellung in der Schule ein. Auszubildende der Firma proceda Modellbau kommen in jedem Schuljahr an unsre Schule um die Berufe vorzustellen, die man dort erlernen kann. Dies tun sie nicht nur durch bloßes Berichten, sondern auch ganz praktisch. Die Schülerinnen und Schüler können beim Drahtbiegen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und an kleinen Modellen erfahren, was sie bald im Praktikum an großen Fahrzeugen erproben dürfen. Bei all dem erfahren sie: Die Ausbildung bei proceda Modellbau ist vielschichtig, interessant und bestimmt nicht langweilig.

Diese durchweg praktische Kooperation, die zwischen der Firma proceda Modellbau GmbH und der Realschule Rutesheim schon seit Jahren besteht, wurde nun endlich in einen offiziellen Rahmen gebracht. Am Mittwoch, den 14.12.2016 waren Geschäftsführer Matthias Berner, Daniel Drews (Leiter Modellbau) und der Ausbildungsleiter Herr Berthold an die Realschule gekommen um den Vertrag zur Bildungspartnerschaft zu unterzeichnen. Im Rahmen der offiziellen Unterzeichnung umriss Berner in einem kurzweiligen Vortrag das Portfolio von proceda und man merkte deutlich, dass die Leidenschaft, mit der er dies tat im Unternehmen wurzelt, welches er vertritt.

„Mit der Bildungspartnerschaft ist nun das offiziell, was schon lange besteht: Ein kooperatives Miteinander um den Schülerinnen und Schülern einen erweiterten Horizont im Bereich Ausbildungsberufe und letztlich die Chance auf einen guten Ausbildungsplatz zu eröffnen“, meinte Frau Rosenau. In den letzten Jahren haben immer wieder Schülerinnen und Schüler unserer Schule nach einem BORS-Praktikum ihren Ausbildungsvertrag mit dem innovativen Unternehmen geschlossen und dies soll durch die Bildungspartnerschaft auch fortan Bestand haben.

Wir freuen uns sehr über die neue Bildungspartnerschaft und die gute Zusammenarbeit mit proceda!

Proceda 1

Badmintonturnier Mädchen

2016M

Am Donnerstag, den 8. Dezember, fand das jährlich ausgetragene Badmintonturnier der Mädchen in der Bühlhalle I statt. Den gesamten Vormittag über traten sowohl im Einzel als auch im Doppel die besten Spielerinnen der jeweiligen Klassenstufe gegeneinander an. Die Mädchen der Klassen 5 hatten ihr Turnier bereits vergangene Woche innerhalb des Sportunterrichts ausgetragen, da sie am Turniertag eine andere Unternehmung geplant hatten.

Im Einzel konnten folgende Siegerinnen ermittelt werden:

5b: Despina

6a: Jolina

7b: Maja S.

Im Doppel setzten sich folgende Siegerpaare durch:

5c: Ejona und Lynn

6b: Viviana und Laura S.

7a: Julia und Sandra

Wir danken den Teilnehmerinnen für die fairen und überaus engagierten Spiele und für den angenehmen Turnierablauf.

Wir freuen uns schon auf die spannenden Spiele im kommenden Schuljahr!

Eure Turnierleitung

G. Hahn

Zeitzeugin an der RS Rutesheim

Rosenzweig1

Lasst so etwas nie wieder geschehen!

Es ist ganz still bei den 75 Zehntklässlern der Realschule Rutesheim, als die 86-jährige Judith Rosenzweig über ihre Zeit in Theresienstadt berichtet und wie sie Auschwitz und den Todesmarsch überlebte. Die Schüler sind beeindruckt von der gebrechlich wirkenden Frau, die ohne Notizen und mit fester Stimme Einblicke in ihr erschütterndes Leben gibt.

Sie ist erst 11, als man sie zusammen mit ihrer ganzen Familie aus der Heimat in der Tschechoslowakei ins Sammellager nach Theresienstadt bringt. Dort ist es einigermaßen erträglich, auch wenn sie mit 29 gleichaltrigen Mädchen auf engstem Raum zusammenleben muss, denn es ist das Vorzeigelager der Nationalsozialisten, die dort einen Propagandafilm drehen, für den sie das Rote Kreuz einladen und deshalb keine offensichtlich schlimmen Menschenrechtsverletzungen sichtbar machen wollen.

1944 wird die ganze Familie jedoch in einem Viehwagen nach Auschwitz deportiert, wo Todesarzt Mengele und andere bei der Ankunft mit einer Handbewegung nach rechts oder links über Leben oder Tod der Gefangenen entscheidet. Ihren Vater sieht Judith dort zum letzten Mal. Auch ihre Mutter wird für die Gaskammer aussortiert, doch diese fleht die Wachleute so lange an und versichert ihnen, noch arbeitsfähig zu sein, bis ein kleines Wunder geschieht und sie zu ihren Töchtern zurückkehren darf.

In eisiger Kälte müssen die Mädchen und Frauen in leichter Bekleidung Gräben ausheben, um Fallen für Panzer zu bauen. Als der Boden so gefroren ist, dass nichts mehr geht, schlagen sie im Wald Bäume, um die Fallen damit abzudecken. Es dauert nicht lange, bis Rosenzweig so erschöpft und ausgehungert ist, dass sie bei den teils stundenlangen Appellen in eisiger Kälte oft ohnmächtig wird. Würden Mutter und Schwester sie nicht heimlich von hinten stützen, würde auch sie in die Gaskammer abtransportiert.

Der Krieg ist für die Deutschen bereits verloren, als alle Lagerinsassen in ein anderes Lager verlegt werden. Tausende von Menschen bleiben auf dem tagelangen Todesmarsch schwach und erschöpft am Wegesrand liegen. Es ist für Rosenzweig bis heute ein Rätsel, wie die Soldaten es fertigbringen, all die erschöpften und wehrlos Daliegenden zu erschießen.

Dann kommt die Befreiung durch die britischen Soldaten. Diese ekeln sich so sehr vor den ausgemergelten, verlausten Lagerinsassen, dass Rosenzweig miterleben muss, wie ein Soldat sich weigert, ihrer sterbenskranken Mutter beim Aufstehen zu helfen. In den umliegenden Dörfern erbettelt die inzwischen 15-Jährige etwas Grieß für ihre Mutter. Als sie zurückkommt, ist die Mutter bereits verstorben - genau eine Woche nach der Befreiung.

Zusammen mit Bruder und Schwester, die ebenfalls den Holocaust überleben, kehren sie ins leere, geplünderte Elternhaus zurück. Dort hält Rosenzweig nicht mehr viel. Als absehbar ist, dass der Vater nicht aus dem KZ zurückkommen wird, wandert sie nach Palästina aus.

Am 15. Mai 1948 - zur Gründung des Staates Israel -  kommt sie in Tel Aviv an. Ihr Schiff wird mit Bomben beschossen. Auch dort geht der Krieg weiter.

In Israel heiratet sie und bekommt 3 Kinder. Nach dem Tod ihres Mannes vor 12 Jahren übersiedelt sie in ein Heim für Holocaustüberlebende in Haifa, das von der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem finanziert wird. Sie ist sehr dankbar, dort leben zu können. Noch nie hat sie sich so beschützt und sicher gefühlt.

40 Jahre schwieg sie über das Erlebte, denn sie spürte, wie man ihren Erzählungen über die Gräueltaten der Nazis selbst in Israel Skepsis entgegenbrachte. Doch dann wurde ihr klar, dass sie nicht länger schweigen darf, da es auch heute noch Verfolgungen Andersdenkender, Andersgläubiger überall auf der Welt gibt. Deshalb ruft sie den Jugendlichen zu: "Sagt Nein zu Hass, sagt Nein zu Diskriminierung wegen der Rasse oder der Religion! Lasst so etwas nie wieder geschehen!"

Elisabeth Scholder