Methodenkompetenz
Der Erwerb von Methodenkompetenz gilt in der Pädagogik als Teil der Entwicklung von Handlungskompetenz für die außer- und nachschulische Lebenswelt. Der Begriff wird auch im Zusammenhang mit dem Begriff "Lernen lernen" gebraucht. In der Berufswelt wir vielfach auch der Begriff "Schlüsselqualifikationen" verwendet, die selbst kein Fachwissen sind, sondern den kompetenten Umgang mit fachlichem Wissen ermöglichen.
Dabei steht die Methodenkompetenz im Bildungsplan Baden-Württembergs aus Sicht Hartmut von Hentigs heute gleichrangig neben der Personalen Kompetenz, der Sozialkompetenz sowie der Fachkompetenz. Damit wurde sie gegenüber der früheren Formulierung von vorrangig inhaltsbezogenen Lehrplänen aufgewertet.
Wichtige Methodenkompetenzen sind beispielsweise die Fähigkeiten:
- einem Text wichtige Inhalte zu entnehmen, diese zu strukturieren und wiederzugeben,
- eine eigene Meinung gegenüber einem Sachverhalt zu entwickeln, auszudrücken, zu begründen und in einer kontroversen Diskussion zu vertreten,
- in gegebenen Sachverhalten mathematischen Relationen zu erkennen und ggf. hiervon ausgehend Problemlösungen zu entwickeln,
- verschiedene Medien zur Informationsbeschaffung zu nutzen.