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Realschule Rutesheim

Herzlich willkommen auf der Homepage der Realschule Rutesheim

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in unser Schulleben geben.

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Kunstprojekt: "Menschen - Figuren - Miniaturen"

Herzlichen Dank allen kunstinteressierten Menschen und Unterstützern des Kunst- und Hilfsprojekts „Menschen – Figuren – Miniaturen“ der Realschule Rutesheim, die am Donnerstag, den 14. Juni 2018 sehr zahlreich die Vernissage in der Buchhandlung „ONE“ besucht haben. Durch das vielfältige Interesse und den Kauf der von Schülerinnen und Schülern gestalteten Kunstwerke erlebten die Jugendlichen eine besondere Wertschätzung. Darüber hinaus erfuhr auch das Hilfsprojekt "ARTHELPS“ eine breite Aufmerksamkeit.
Louis Rieder (10a) und Kunstlehrer Herr Serr
Das durchweg positive Feedback aus den Reihen der Vernissage-Besucher war eine tolle Rückmeldung für die fotografischen Arbeiten. Den positiven Zuspruch des Publikums erlebten die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8ab und 10ac hautnah; zumal sie maßgeblich an der Organisation und der Gestaltung der Ausstellungseröffnung mitwirkten.
Auch Frau Trück und ihre Schülerinnen Angelina Rath (Klavier) und Hannah Jehlicka (Cello), die für die erstklassige musikalische Umrahmung sorgten, kamen in den Genuss der allgemeinen Begeisterung.
Musikalische Eröffnung der Vernissage
Unser besonderer Dank gilt Frau Dengel und den Mitarbeitern der Buchhandlung „ONE“, Herrn Langenmayr von der Firma Preiser, der Firma Tippmann Werbetechnik in Rutesheim und dem Förderverein der Realschule Rutesheim. Allein ihr Vertrauen in das Gelingen dieses Kunstprojekt hat diesen schönen Erfolg ermöglicht.
Noch bis Montag, 23. Juli 2018 läuft die Ausstellung „Menschen – Figuren – Miniaturen“ in den Räumen der Buchhandlung „ONE“, Moltkestraße 1 in Rutesheim.

Mit dem Erwerb eines Katalogs oder eines Kunstwerks in Form einer Postkarte oder eines Fotoabdrucks wird das Hilfsprojekt “Olhar Do Morro“ der Organisation ARTHELPS gefördert.
(Mehr Informationen dazu unter: www.arthelps.de).

Herzliche Einladung zur Vernissage

Vernissage

Wie gelingt es den Blick auf die Ästhetik des Kleinen, vermeintlich Unscheinbaren, Alltäglichen zu lenken? Und wie kann man dabei den Betrachter zum Staunen, Nachdenken und Schmunzeln anregen?

Mit diesen Fragestellungen starteten die Kunst-Lehrkräfte Tanja Singer und Andreas Serr ein Foto-Projekt mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 8a, 8b, 10a, 10c. Das Kunststück gelang mit einem Kunstgriff.
Die reale Welt sollte mit Miniatur-Figuren im Maßstab 1:87 belebt werden. Bedingt durch den veränderten Blickwinkel und die Schaffung neuartiger Kontexte entstanden erstaunliche Installationen, aber auch überraschende Zufallsbegegnungen. Der Spülschwamm als Golfplatz oder die Begegnung zwischen einer Monsterfliege und einem Sonnen-Anbeter. 

Abschluss und Höhepunkt des Projekts ist eine Foto-Ausstellung in der Buchhandlung „ONE“ in Rutesheim. Diese Ausstellung wird im Rahmen einer Vernissage am 14. Juni 2018 um 17:00 Uhr eröffnet. Die musikalische Einleitung gestalten die beiden Schülerinnen Angelina Rath (Klavier) und Hannah Jehlicka (Violoncello).

Die gezeigten Werke können in Form von Postkarten, Fotobüchern und Originalbildern erworben werden. Der Erlös soll dem laufenden Projekt „Olhar Do Morro“ der Organisation ARTHELPS zugutekommen. (Mehr Informationen finden Sie unter: www.arthelps.de). 

Bei diesem Hilfsprojekt steht das Thema Schule und Bildung im Fokus. In der Favela in Brasilien ist vor einigen Jahren eine kleine Englischschule entstanden, die den Kindern und Jugendlichen vor Ort die Möglichkeit eröffnet, Englisch zu lernen und den Horizont durch eine zusätzliche Sprache zu erweitern. ARTHELPS trägt die Kosten, die Dank Spendeneinnahmen und den Verkauf von Produkten gedeckt werden können. Es liegt ARTHELPS am Herzen, dass die Englischschule langfristig betrieben und sogar vergrößert werden kann, um den Kindern und Jugendlichen vor Ort mehr Perspektiven zu ermöglichen.

Die Durchführung dieses Projektes wäre ohne die großzügige Unterstützung durch Partnerunternehmen und deren Repräsentationen nicht zu schaffen. Der Dank der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer gilt Frau Dengel, Inhaberin der Buchhandlung „ONE“, und Herrn Langenmayr von der Firma Preiser aus Rothenburg o. d. Tauber, die uns alle Miniatur-Figuren unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat.


Lesescouts: Auf den Spuren von Christian Wagner

Wir alle kennen die Christian-Wagner-Bibliothek in Rutesheim, aber wisst ihr auch, wer Christian Wagner war?

Frau Deuse

Diese Frage beantworteten die Lesescouts auch mit einem ziemlich deutlichen „Nein“. Aber diesem Unwissen kann man ja abhelfen, deshalb besuchten die Lesescouts der Realschule Rutesheim am 02.05.2018 das Christian-Wagner-Museum in Warmbronn. Dort führte uns Frau Deuse, eine Urenkelin des Dichters, durch das Museum und brachte uns den Dichter näher. Neben den vorgestellten Gedichten und Erzählungen waren vor allem die Lebensumstände interessant. Was macht aus einem Bauernjungen, der in sehr beengten und auch persönlich einengenden Verhältnissen aufgewachsen ist, einen an Dichtung interessierten Menschen?

Diese Frage konnte nicht geklärt werden, denn die Langeweile allein kann es nicht gewesen sein, die mussten andere doch auch empfunden haben. Vielleicht war es doch ein in ihm schlummerndes Bedürfnis, der Welt zu zeigen, dass Bauern nicht die, wie man damals annahm „tumben“ (einfältig, naiv) Menschen waren, unfähig die Schönheit der Natur zu sehen und sie auch mit der Sprache wiederzugeben.

Christian Wagner

In seiner Jugend befasste sich Christian Wagner (1835 - 1918) vor allem mit der Natur und verfasste Gedichte über deren Schönheit. Im Laufe der Zeit erweiterte er sein Spektrum auf die Schonung alles Lebenden, wozu eben auch gehörte, dass er es ablehnte, Tiere, die er aufgezogen hatte, zu schlachten und zu essen. Ihm war es wichtig, dass sich der Mensch nicht anmaßt, die Lebensäußerungen anderer Lebewesen gering zu achten.


Hermann Hesse, der spätere Literaturnobelpreisträger, unterstützte Christian Wagner und gab 1913 einen Gedichtband mit Wagner-Gedichten heraus. Wie Hesse widerstand auch Christian Wagner den Erwartungen der Kriegsbefürworter und lehnte die Dichtung von Kriegsliteratur ab.

In seinem Geburts- und Wohnhaus kann man die Zeugnisse seines Schaffens erkunden, seine Familien- Wohnverhältnisse und auch seinen Werdegang.

Wir bedanken uns bei Frau Deuse für die Führung durch das Museum.


...Was UNS auszeichnet.

Vorschau: RSR-Netz

Englandfahrt 2018

Insgesamt 50 Schüler der Klassen 8a und 8b fuhren im Mai ins sonnige England, während es in Deutschland die ganze Zeit regnete.

Schon um 4.45 Uhr ging es mit dem Bus am Gymnasium los und erst nach 16 Stunden Fahrt kamen wir abends um 21.00 Uhr in unseren Gastfamilien in Oxford an. 

Das Programm hatte einiges zu bieten, sodass jeder viele schöne Eindrücke von der Englandfahrt mitnehmen konnte. Darunter war ein Besuch in Blenheim Palace, wo wir uns neben dem imponierenden Schloss auch die wunderschönen Parkanlagen anschauten und durch das großangelegte Labyrinth irrten. Auch Stonehenge, ein mysthischer Steinkreis der Kelten und ein römisches Bad in Bath konnten viele beeindrucken. In Stratford upon Avon besuchten wir das Geburtshaus von Shakespeare und nahmen an einem Shakespeare Workshop zum Thema Blood, Guts and Gore (Blut und Eingeweide) teil. Wir lernten dabei, dass die Menschen zu Shakespeares Zeiten einen Nervenkitzel durch Gewaltszenen verspürten und Shakespeare deshalb alle seine Tragödien kräftig damit würzte. Im Workshop erhielten wir Requisiten aus Shakespeare-Stücken, mit denen wir unsere eigenen kleinen Schauertragödien erstellten.

Ein Höhepunkt war für viele der Tag in Oxford, wo wir zunächst eine Führung durch die ehrwürdige Studentenstadt erhielten, das Trinity College besichtigten und anschließend viel Freizeit mit Shoppen verbracht wurde. Abends durften wir noch Stocherkahn fahren. - Typisch Oxford eben.

Der Freitag war der lang ersehnte London-Tag. Wir besichtigten die Tower Bridge, shoppten die Läden leer und besichtigten die Londoner Sehenswürdigkeiten.
Leider trafen wir am Buckingham Palace nicht auf Harry und Meghan. - Sicherlich waren sie zu sehr mit den Vorbereitungen für ihre Hochzeit beschäftigt, die am nächsten Tag in Windsor Castle statt fand .

Abends fuhren wir vom London Eye aus mit einem Thames Clipper über die Themse zur O2-Arena. Dort stärkten wir uns für die Heimfahrt und traten diese um 23.00 Uhr an. Am Samstag kamen wir gegen 12.00 Uhr in Rutesheim an und verpassten somit nur ganz knapp das "Ja"-Wort von Harry und Meghan.

Vielen Dank an Frau Scholder, Herr Hadasch und Herr Kunz für die schöne Zeit mit Ihnen in England.

Ina Zeltwanger, 8b


Schüleraustausch mit Lamballe, Frankreich

Auch dieses Jahr fuhren wieder einige unserer Realschüler zusammen mit den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums vom 13. – 20.04.2018 für eine Woche nach Lamballe in die Bretagne. Dort befindet sich unsere Partnerschule, das Lycée Henri Avril.

Wattwanderung am Mont St Michel

Die Franzosen hatten ein spannendes und interessantes Programm für uns vorbereitet. Höhepunkte waren der Besuch des Mont Saint Michel mit anschließender Watt-Wanderung, die Kajak-Tour auf dem Meer und das Stadtspiel in Dinan, bei dem eine Orange gegen etwas Originelles getauscht werden sollte. Uns wurde auch gezeigt, wie Muscheln gezüchtet werden.

Tolle Wanderungen mit atemberaubenden Ausblicken entlang der Strände rundeten den Aufenthalt ab. Einige von uns ließen sich auch von einem Bad im noch recht kalten Meer nicht abhalten, zumal das Wetter sonnig und schön warm war.

Auf der Rückfahrt konnten wir sogar noch einen Nachmittag in Paris verbringen, bevor wir dann mit dem TGV wieder nach Hause fuhren.                                                                                      

M. Johanson


Bewerber-Training bei der Kreissparkasse

Einstellungstest, Übungen zur Selbstdarstellung, wie steht ein Junge bzw. ein Mädchen vor eine Gruppe, um selbstbewusst zu wirken? All das und noch viel mehr konnten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen in der dritten Kurswoche beim Bewerber-Training der Kreissparkasse in Leonberg erleben. Direkt von den Experten der Personalabteilung Frau Reimer und Herr Walker, die tagtäglich mit Einstellungen und Einstellungstest zu tun haben, erhielten sie wertvolle Tipps für ihre eigene Bewerbung.

 

Für die einen Schüler war besonders interessant, einmal die unterschiedlichen Aufgaben eines Einstellungstests durchzuführen. Dabei wird der Bewerber bewusst unter Zeitdruck gestellt, um zu sehen, wie er mit Stress umgehen kann. Anderen Schülern wurde erst jetzt so richtig bewusst, dass man bei einem Einstellungstest, zu jedem Zeitpunkt unter Beobachtung steht: Wie ist der Bewerber angezogen? Kann er sich an Anweisungen halten? Wie verhält er sich in den Pausen, geht er auf die anderen zu oder verdrückt er sich nur in eine Ecke? Hat er anständige Umgangsformen? Das sind alles Kritikpunkte, auf die geachtet werden und oft sind gerade die Antworten auf diese Fragen der Grund, warum jemand eingestellt wird oder auch nicht. Der Einstellungstest und das Zeugnis spielen also gar nicht die einzig entscheidende Rolle.

Dennoch sollte man sich gut auf einen Einstellungstest vorbereiten. Dafür kann man kostenlose Einstellungstests aus dem Internet, von den Krankenkassen oder dem Arbeitsamt durchführen. Außerdem kann man sich z.B. mit Apps immer schnell über die wichtigsten aktuellen Neuigkeiten informieren und dabei sein Allgemeinwissen verbessern. Das Kopfrechnen sollte mit kleinen Übungen in den Alltag eingebaut werden, wie z.B. beim Shopping, indem man alle Beträge der Einkäufe im Kopf zusammenrechnet.

"Es hat viel Spaß gemacht und wir haben viel gelernt." Darüber sind sich die Schülerinnen und Schüler einig.

Die Realschule Rutesheim war die erste Schule in der Umgebung, die dieses wertvolle Bewerber-Training mit ihrem Bildungspartner - der Kreissparkasse Böblingen - vereinbart hat. Seither besteht eine langjährige gute Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren können und über die wir als Realschule sehr dankbar sind.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Kreissparkasse Leonberg und auch bei unserem Kollegen Herrn Kutzer, der alles so gut organisiert.


"Ich habe Deutschland vergeben, ...“

Yosef Aron, ein 83-jähriger Überlebender des Holocaust, als Zeitzeuge zu Gast an der Realschule Rutesheim

Annähernd 80 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Realschule Rutesheim hatten vor einigen Wochen die einzigartige Möglichkeit, die Verbrechen des Holocausts, des nationalsozialistischen Völkermords an den Juden, anhand der Schilderungen eines Zeitzeugen hautnah kennenzulernen.

Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 mit Yosef Aron

Erschütternd und schockierend zu hören waren die Grausamkeiten und die Leiden, die Yosef Aron als Kind zugefügt wurden; andererseits beeindruckte der 83-jährige die Zuhörerschaft durch seinen Lebensmut und seine Frömmigkeit.

Die Deportation
1935 wurde Yosef Aron in Frankfurt am Main geboren. Als Fünfjähriger wurde er gemeinsam mit seiner Familie in ein Konzentrationslager deportiert. Hundegebell, das Geschrei „Juden raus!" und die Peitschenhiebe der SS gehören zu den schrecklichen Erinnerungen, als man Yosef und seine Geschwister barfuß und im Nachthemd aus dem Bett holte, um sie zusammen mit 1000 anderen Kindern in einen Viehwaggon zu verladen und abzutransportieren. Das war das letzte Mal, dass der Fünfjährige seine Mutter und acht seiner zehn Geschwister sah.

KZ Bergen-Belsen
"Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was die mit uns gemacht haben," so leitete Yosef Aron seine Schreckens-Erfahrungen im KZ Bergen-Belsen ein: „Frühmorgens wurden wir zum Appell gerufen, mussten stundenlang stehen. Wer Müdigkeit zeigte, erhielt eine Kugel in den Kopf. "Wir wollen keine müden Leute“, hieß es.“ Als Yosef einmal eine Kartoffel fand und er vom KZ-Personal dabei erwischt wurde, wie er sie mit anderen teilen wollte, schrie man ihn an: "Die Kartoffel gehört nicht den Juden, sie gehört dem deutschen Volk!". Zur Strafe prügelte man ihn, im Folterkeller riss man ihm die Fußnägel aus. Mit blutenden Füßen und unsäglichen Schmerzen wurde der fünfjährige Yosef schließlich ins Lager zurückgebracht, wo seine Leidensgenossen ihn warnten: "Wenn du liegenbleibst, wirst du erschossen.“ Yosef trotzte der unsäglichen Grausamkeit seiner Bewacher. Einziger Antrieb war sein Überlebenswille. Durch die Folter geschwächt galt er aber irgendwann nicht mehr als arbeitsfähig und wurde von einem Todeskommando für die Gaskammern in Auschwitz bestimmt.

Völlig überraschend wurden er und vier weitere Jungen jedoch noch einmal zurückbehalten. Die damit verbundene Hoffnung dauerte nur kurz. Das, was dann begann, bezeichnet Yosef Aron als „die schlimmste Hölle“. Tagelang wurde er in einer abgelegenen Lagerhütte von den KZ-Aufsehern ausgepeitscht. Während fünf Jahren wurden die Kinder mehrmals am Tag von deutschen Soldaten vergewaltigt. "Eine Chance, sich zu wehren, gab es nicht. - Ich war letztlich wie ein wildes Tier." Drei der fünf Jungen überlebten diese verbrecherischen Quälereien nicht.

Leben nach dem KZ
Yosef Aron gab auch eine Antwort auf die unausgesprochene Frage, wie ein Leben nach dem Konzentrationslager überhaupt denkbar und möglich ist. Tatsächlich haben die Erfahrungen des Holocausts viele Überlebende daran gehindert, weiter an Gott zu glauben. Yosef Aron hat die gegensätzliche Erfahrung gemacht. Für ihn war es gerade der Gottesglaube, den er in seinem Elternhaus mitbekommen hatte, der ihm half, den KZ-Terror zu überstehen. Immer wieder suchte er Kraft im Gebet. In seinem langen Leben machte er einige Male die erstaunliche Erfahrung, dass sein Gebet erhört wurde.

Eine Leidensgeschichte
Am 15. April 1945 befreiten britische Soldaten die Gefangenen des KZs Bergen-Belsen. Mehr tot als lebendig spürte der zehnjährige Yosef, wie ihn jemand auf den Arm nahm und wegtrug; damals wog er noch 11 Kilo. Seine Leidensgeschichte war mit der Befreiung noch nicht beendet. Der Junge war psychisch absolut verstört. Im KZ hatte er fünf Jahre lang mit niemandem gesprochen. Lesen und Schreiben hatte er nie gelernt. Zudem begann für ihn eine sechsjährige Odyssee, in der er von einem Land in ein anderes abgeschoben wurde. Schließlich landete er in Palästina, wo er monatelang obdachlos auf der Straße lebte. Nach neun Monaten nahm sich die israelische Familie Rubinstein seiner an, die ihm auch dabei helfen wollte, eine Arbeit in einem Café zu bekommen. Der befreundete Cafébesitzer lehnte ab: "Was soll ich mit so einem abgemagerten und kranken Menschen machen? Den kann ich nicht brauchen!" Von dieser Mitleidlosigkeit zutiefst verletzt, wandte sich Yosef Aron schreiend an Gott: "Was soll ich tun? Zeig mir einen Weg, Gott!"
Und Yosef erlebte – wie er erzählt – ein echtes Wunder.

Ein Wunder
Er erlebte, wie ihn ein Blitz durchzuckte, er spürte Wärme und Ruhe. Von einem Moment auf den anderen konnte er lesen, schreiben und rechnen. So verändert stellte er sich erneut dem Cafébesitzer vor, der ihn spontan als Kellner einstellte. Yosef Aron war der geborene Kellner. Mit Hingabe übte er seinen Beruf bis ins hohe Alter aus. Heute genießt er seinen Lebensabend in einem Heim für Holocaust-Überlebende der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ).

"Ich habe Deutschland vergeben.“
Ganz besonders beeindruckt waren die Zuhörerinnen und Zuhörer der Realschule Rutesheim schließlich, als Yosef Aron aus tiefster Überzeugung bekannte: "Ich habe Deutschland vergeben. Das war Gottes Wunsch an mich." Dass diese Aussöhnung von Yosef Aron gelebt wird, das konnten die Anwesenden spüren. Er ist heute gegenüber uns Deutschen ohne irgendeine Spur von Bitterkeit. Seine überzeugende Botschaft: "Man muss immer vergeben können und das tue ich auch." Zu seinem 70. Jahr in Israel wünscht sich der Holocaust-Überlebende Yosef Aron vor allem Frieden für Israel und Palästina.

von links: Jan (9a), Yosef Aron, Mariah (10c)

Der „Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten 2018“ an der RSR

Am 12.02.2018 wurde weltweit der „Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten 2018“ begangen. Aus diesem Anlass beschäftigte sich die Klasse 7a im Gemeinschaftskunde-Unterricht im Rahmen der Unterrichtseinheit „Kinderrechte“ mit der Situation der rund 250.000 Kinder und Jugendlichen, die aktuell als Kindersoldaten in kriegerischen Auseinandersetzungen eingesetzt werden.

Vorbereitung der Ausstellung

Die Klasse hatte den Auftrag, Plakate und Spruchbänder für eine Ausstellung zu gestalten, die über die Situation vieler Kindersoldaten auf der ganzen Welt informieren sollte.

Beispielhaft wurden die Lebensbedingungen zweier ehemaliger Kindersoldaten im Südsudan vorgestellt.

Vorbereitung der Ausstellung

Verschiedene Exponate informierten über die Ursachen, Handlungsfelder und Folgeprobleme vieler Kindersoldaten. An anderer Stelle wurden Forderungen gegen den Einsatz von Kindersoldaten formuliert.

In diesem Zusammenhang beteiligte sich die Klasse an der sogenannten „Rote-Hand-Aktion“, die von Organisationen wie „terre des hommes“, „Kindernothilfe“ oder „UNICEF“ getragen wird. 

"Rote-Hand-Aktion"

Dazu gestalteten die Schülerinnen und Schüler „Rote Hände“ und formulierten darauf kurze aussagekräftige Botschaften: zum Beispiel „Keine Waffen in Kinderhände“, „Kinder sollen die Chance erhalten in Freiheit zu leben“ oder „Keine Waffenexporte in Kriegsgebiete“. Diese Hände werden weltweit gesammelt, gezählt und an UN-Politiker übergeben.

Die Klasse nutzte für ihre Aktion auch die schulische Öffentlichkeit während den Pausenzeiten. An einem Aktionsstand im Pausenbereich wurde die Schülerschaft der Realschule über den weltweiten Einsatz von Kindersoldaten informiert.

Zusätzlich wird die Klasse fotografische Eindrücke von ihrem Aktionstag mit einem entsprechenden Begleitschreiben an das Baden-Württembergische Staatsministerium und das Bundeskanzleramt schicken.

Die Klasse 7a mit Herrn Dreja

Kunstprojekt: "Menschen - Figuren - Miniaturen"

Wie gelingt es, den Blick auf die Ästhetik des Kleinen, vermeintlich Unscheinbaren, Alltäglichen zu lenken? Und wie kann man dabei den Betrachter zum Staunen, Nachdenken und Schmunzeln anregen?

Mit diesen Fragestellungen starteten die Kunst-Lehrkräfte Tanja Singer und Andreas Serr ein Foto-Projekt mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 8a, 8b, 10a und 10c. Das Kunststück gelang mit einem Kunstgriff. Die reale Welt sollte mit Miniatur-Figuren im Maßstab 1:87 belebt werden. Bedingt durch den veränderten Blickwinkel und die Schaffung neuartiger Kontexte entstanden erstaunliche Installationen, aber auch überraschende Zufallsbegegnungen. Der Spülschwamm als Golfplatz oder die Begegnung zwischen einer Monsterfliege und einem Sonnen-Anbeter.

Abschluss und Höhepunkt des Projektes ist eine Foto-Ausstellung in der Buchhandlung „one“ in Rutesheim am 08. Juni 2018. Organisation und Aufbau der Ausstellung gehören ebenso zu den Aufgaben der Schülerinnen und Schüler wie die Gestaltung der Vernissage.

Die Durchführung dieses Projektes wäre ohne die großzügige Unterstützung durch Partnerunternehmen und deren Repräsentanten nicht zu schaffen. Der Dank der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer gilt Frau Dengel, Inhaberin der Buchhandlung „one“, und Herrn Langenmayr von der Firma Preiser aus Rothenburg o. d. Tauber - alle Miniatur-Figuren wurden unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

In den kommenden Wochen gibt die Schulhomepage vorab einen kleinen Einblick in die Foto-Ausstellung.

Foto des Monats von Maja Grimm, 8a:

Bild des Monats von Maja Grimm, 8a

Klasse 10: Bilder, die Kunstgeschichte schrieben

Die Vermittlung der wichtigsten Aspekte der Kunstgeschichte gehört zu den besonderen Herausforderungen des Faches Bildende Kunst. Keine leichte Aufgabe.

Unter der Leitung von Herrn Serr und Frau Singer haben die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 - auf ganz praktische Art und Weise - Erfahrungen mit einem zentralen Werk der Kunstgeschichte gemacht: „Der Tod des Marat“ von Jacques Louis David (1748–1825), ausgestellt im Louvre in Paris.

Das Gemälde der BK-Gruppe kann sich sehen lassen. Ausstellungsort: das Schulhaus der Realschule Rutesheim.

BK-Projekt Klasse 10

Vorlesewettbewerb 2017

Die Klassensiegerinnen

Am 8. Dezember fand für die Klassenstufe 6 der diesjährige Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. an der Realschule Rutesheim statt. Alle 6. Klassen, die zuvor im Deutsch-Unterricht eine(n) Klassensieger/in ermittelt hatten, versammelten sich, um den Lesungen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler zu lauschen. 

Die Jurorinnen der Lese-AG

Der Reihe nach lasen die Schülerinnen und Schüler zunächst einen geübten Text aus verschiedenen Jugendbüchern vor und anschließend einen unbekannten Text aus dem Buch „Oberschnüffler Oswald“ von C. Bieniek. Dabei wurde vor allem auf die Lesetechnik und die Gestaltung des Textes geachtet.
Zur Jury gehörten drei Mitglieder der Lesescouts, eine Lese-AG an der Realschule, sowie die drei Deutsch-Lehrkräfte der Klassenstufe 6.

Die strahlenden Siegerinnen

Am Ende ging Angelina Rath, Klasse 6c, als Siegerin hervor. Den 2. Platz teilten sich Juliane Keck und Laura Riek. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhielten eine Urkunde und einen Buchgutschein.

Die Siegerin wird im Februar in Leonberg am Kreisentscheid teilnehmen. Die Schulgemeinschaft der Realschule Rutesheim drückt ihr dafür ganz fest die Daumen! 


Klasse 8: Besuch aus dem Seehaus Leonberg

In den Religionsunterricht der 8. Klasse kam der 20 - jährige R. aus dem Seehaus Leonberg und berichtete uns über sein Leben.

Er lebte mit seiner alleinerziehenden Mutter, die immer Geldprobleme hatte. Deshalb beging er mit 13 Jahren seine ersten Straftaten. Neben dem Diebstahl kamen vermehrt auch Beleidigungen und Körperverletzungen hinzu.

Bis zur 7. Klasse besuchte R. eine Hauptschule, hatte aber zu viele Fehlzeiten. Daher kam er auf eine Erziehungsschule. Dort geschah dann auch die Erpressung, weswegen er in U-Haft kam: Er zwang einen Jungen ein Brötchen für ihn zu kaufen. Seine Tat fand er damals nicht schlimm, denn er dachte, dass der Junge genug Geld hätte und es ihm nicht weh tun würde. Doch der Junge zeigte ihn an und R. wurde von der Polizei direkt aus der Schule abgeholt und wegen zu vielen Vorstrafen in die Untersuchungshaft nach Stammheim gebracht. Als er mit dem Auto durch die Schleußen gefahren wurde, konnte er es noch gar nicht richtig realisieren. "Es war wie in einem Film. Die Insassen klopften an die Fenster und schrieen Beschimpfungen über die Gänge", erzählte er. Alles war schmutzig und dreckig. In Stammheim blieb er einen Monat. R. hatte damals nicht gedacht, dass man so schnell ins Gefängnis kommen kann. "Das Klauen fing ganz klein an und wurde dann immer mehr."

R. kam wieder frei, änderte sein Leben aber nicht. Seine Mutter musste seinetwegen oft weinen und sie schämte sich vor den Nachbarn, wenn die Polizei immer wieder vor der Türe stand. Es ging weiter mit Diebstählen und Einbrüchen, häufig ungeplant tagsüber, wenn gerade eine Terrassentür offenstand. Bei ungefähr 30 Einbrüchen hatte er nur einmal mit den Opfern etwas Mitleid. Während er und seine Komplizen nachts das Erdgeschoss eines Hauses ausräumten, schlief die Familie im Obergeschoss. Er sah Bilder von der Familie an der Wand und dachte sich: "Ich wäre ausgerastet, wenn ich als Vater so für meine Familie arbeiten würde und dann wäre plötzlich alles weg."

Schließlich kam er in die JVA Adelsheim - ein Gefängnis für Jugendliche. Dort wurde ihm schon nach kurzer Zeit das Seehaus Leonberg als alternativer Strafvollzug angeboten.

Im Seehaus gibt es keine Mauern und Gitter. 5-7 Jugendliche und eine Familie leben in einer WG zusammen. Zur Zeit sind dort 14 Häftlinge. Der Tagesablauf ist streng durchgeplant. Dienstag und Donnerstag ist Frühsport angesagt. Außerdem gibt es auch viele Regeln, zum Beispiel: Wir sagen keine Schimpfwörter, spucken nicht auf den Boden und tragen keine Jogginghosen.

Jugendliche Straftäter können im Seehaus eine Ausbildung machen, um danach ein Leben ohne Straftaten führen zu können. Inzwischen hat R. sich an das Leben im Seehaus angepasst, wo man sich durch unterschiedliche Rangstufen das Vertrauen erarbeiten muss. Es gibt sechs Ränge. R. ist Löwe, der höchste Rang, welcher auch am meisten Freiheiten mit sich bringt, zum Beispiel Freigänge oder die Erlaubnis den Führerschein zu machen.

Das Seehaus ist christlich geführt - es wird dort gebetet, gibt christliche Impulse und die Häftlinge werden mit in den Gottesdienst genommen. R. ist nicht gläubig, aber er akzeptiert es und ist dankbar für die zweite Chance, die ihm dort geboten wird. Außerdem werden im Seehaus die Häftlinge mit ihren Taten konfrontiert, damit sie sich in die Opfer einfühlen können und beginnen, ihre Taten zu bereuen.

Als größte Herausforderung empfindet R. dort, so sagt er, " dass die Freiheit zum Anfassen nahe ist, ohne dass man weggehen kann." Und das ist R.´s Tipp für die Schüler: "Messt euch nicht mit anderen und bleibt an der Schule dran."

Die Schüler waren sehr beindruckt von R.´s Besuch und sagten: "R. und das Seehaus mit seinen Regeln haben bei mir einen großen Eindruck hinterlassen und mich noch lange beschäftigt." Wir wünschen R. alles Gute für seine Zukunft und hoffen, dass er in Zukunft ein Leben ohne Straftaten führen kann.

von: Ina, Mike, Lena, Jamila, Emma, Lukas, Julia, Danilo, Emma, Aminata

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Berufsinfo XXL: InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie zu Gast an der RSR

Auf rund 100 Quadratmetern Präsentationsfläche und zwei Etagen des InfoTrucks informiert die Metall- und Elektroindustrie über ihre Berufsbilder, Perspektiven und Anforderungen. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 7.-10. Klassen.

An der Realschule Rutesheim warb der Truck an drei Tagen der Projektwoche um Nachwuchs. Die Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassenstufe lernten an berufstypischen Arbeitsplätzen und anschaulichen Experimentierstationen technische Zusammenhänge kennen und erlebten die Faszination Technik praxisnah und intuitiv.
Angeleitet durch ein Betreuerteam konnten die Jugendlichen das Modell einer pneumatisch betriebenen Verpackungsanlage steuern, die IT-Steuerung eines Personenaufzugs programmieren, elektrische Schaltungen zusammenbauen, sowie ein Werkstück an einer computergesteuerten CNC-Fräsmaschine selbst fertigen. Das Highlight war schließlich der 1,5 Quadratmeter große Multitouch-Table: Hier erkundeten bis zu sechs Schülerinnen und Schüler gleichzeitig die Arbeitsplätze und Berufe der Metall- und Elektrobranche und wirkten selbst an der Produktion eines Automobils mit.

Mit dem Einsatz des M+E-InfoTrucks, der erst seit 2015 landesweit unterwegs ist, setzt die Industrie ein klares Zeichen für die duale Berufsausbildung und tritt dem Fachkräftemangel in der Region eindrucksvoll entgegen. Die Schülerinnen und Schüler waren von der Exkursion im InfoTruck mehr als begeistert.

M+E-InfoTruck

Klasse 5: Kirchenbesichtigung in Malmsheim

Im Rahmen der zweiten Projektwoche unternahmen die drei fünften Klassen am Donnerstag, 07.12.17, einen gemeinsamen Ausflug nach Malmsheim und besuchten dort die katholische und evangelische Kirche.

In der katholischen Kirche erklärte Frau Johanson die Orgel und spielte uns noch etwas vor. Hier wird gerade auch die große Krippenausstellung zum Thema „Zeit“ aufgebaut. Herr Pfarrer Pitzal erklärte uns die Krippenausstellung und beantwortete anschließend all unsere Fragen.

Danach besichtigten wir die evangelische Kirche in Malmsheim. Unter der Leitung von Herrn Weinmann gingen wir auf Erkundungstour durch den Kirchenraum.  

Bevor wir mit der S-Bahn wieder zurück nach Rutesheim fuhren, gingen wir noch gemeinsam auf den Spielplatz. Es war ein spannender und erlebnisreicher Ausflug. - Am besten gefiel uns Kindern natürlich das Toben auf dem Spielplatz!

Klasse 5c

 


Toleranz steht auf dem Stundenplan

Vom 13.11. bis 17.11.17 fand im Rutesheimer Schulzentrum die „Toleranzwoche“ statt. Veranstalterin war die Christoph-Sonntag-Stiphtung. Auch beide 9. Klassen der Realschule Rutesheim kamen in den Genuss eines eintägigen Toleranz-Workshops.

Die Stiftung ermöglicht Jugendlichen, sich im Rahmen des Projekts mit Fragen Toleranz und Intoleranz auseinander zu setzen. Am Vormittag ging es zunächst darum, die eigene Wahrnehmung und den eigenen Sprachgebrauch zu hinterfragen. Darüber hinaus beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage nach persönlichen Vorbildern; der Bedeutung von Zivilcourage sowie von Zugehörigkeit und Ausgrenzung.

Toleranz-Projekt 1

Zum Einsatz kamen dabei abwechslungsreiche und handlungsorientierte Bildungsmethoden. Im weiteren Verlauf des eintägigen Workshops konnte erlebt werden, wie Toleranz im wahrsten Sinne des Wortes „bewegt“. Die Arbeit mit professionellen Bewegungspädagogen eröffnete Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Toleranz durch Körperausdruck und Körpererfahrung.

Toleranz-Projekt 3

Am Donnerstagvormittag statteten der Kabarettist und Gründer der Stiftung, Christoph Sonntag, gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Hofmann, Stadtjugendreferent Stefan Wensauer und Tamara Rumpelt, kommissarische Schulleiterin der Realschule Rutesheim, den Workshop-Teilnehmern einen Besuch ab.

Toleranz-Projekt 4

„Wir sind Herrn Sonntag und seiner „Stiphtung“ sehr dankbar, dass er den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen eine so hoch professionelle Veranstaltung angeboten hat. Toleranz, Akzeptanz und wertschätzender Umgang miteinander sind zentraler Bestandteil des Leitbilds der Realschule Rutesheim. Mit dem Toleranz-Projekt der Christoph-Sonntag-Stiphtung hat unsere Schule eine hervorragende Ergänzung unseres Bildungsangebots hinzugewonnen.“

Die Teilnahme an der Veranstaltung war für die Schülerinnen und Schüler kostenlos. Alle Jugendlichen erhielten am Ende des Workshops eine Teilnahmebescheinigung für ihr Schülerportfolio.

Toleranz-Projekt 5

"Wer lesen kann, ist klar im Vorteil."

Unter dem Motto „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“ veranstaltete Frau Goetze von der Stiftung Lesen am Freitag, 17.11.2017 in den Räumen der Realschule Rutesheim einen Workshop mit den „Lesescouts“ der Schule.

Die RSR-Lesescouts, das sind Schülerinnen der 8. Klassen, die ihre Begeisterung fürs Lesen im Rahmen von verschiedenen Aktionen weitergeben möchten.  

“Quentin Quallen quittengelbe Quetschkommode quäkt qualvoll querfeldein.“ – Mit diesem und weiteren schönen Zungenbrechern startete der Workshop. Was kann man mit solch einer Zeile alles machen? Welche Möglichkeiten gibt es, diese Zeile auf ganz unterschiedliche Art und Weise zu lesen? Zunächst ging es also darum, verschiedene Lesetechniken kennenzulernen und spielerisch einzuüben.

Im nächsten Schritt forderte Frau Goetze die Lesescouts dazu auf, eine Vorlesestunde für jüngere Schülerinnen und Schülern zu entwerfen. Dazu gehörte die Erfindung eines Mottos für diese Veranstaltung, das Training verschiedener Lesetechniken, Überlegungen zum organisatorischen Rahmen und zu verschiedenen Durchführungsmöglichkeiten. Über allem sollte das Ziel nicht aus den Augen verloren werden: möglichst viele Mitschülerinnen und Mitschüler für das Lesen zu gewinnen.

Man darf gespannt sein, was die Lesescouts so alles vorhaben.

Die Lesescouts der RSR

Hämmern, fliesen, sägen, malern …

Neun Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 der Realschule Rutesheim nutzten am vergangenen Dienstag, 24.10.2017 die Gelegenheit, sich über verschiedene Handwerksberufe beim Bauinfo-Tag im Ausbildungszentrum für Stuckateure in Leonberg zu informieren. Begleitet wurden Sie von Karin Frey, Schulsozialarbeiterin an der Realschule. 

Bauinfo-Tag

Die Jugendlichen erhielten umfangreiche Informationen zu den Ausbildungs-
inhalten, Anforderungen und den beruflichen Weiterbildungsmöglich-
keiten im Baugewerbe. Besonders erstaunt waren die Schülerinnen und Schüler als sie von den guten Verdienstmöglichkeiten im Handwerk erfuhren.

Bauinfo-Tag

Im Anschluss führten angehende Stuckateure die Gruppe zu verschiedenen Stationen: Es wurde um die Wette gehämmert, gesägt, Mauersteine gesetzt und Fliesen an die Wand geklebt. Hier war handwerkliches Geschick gefragt.
An einer weiteren Station entstanden wahre Kunstwerke mit Leinwand, Farbe, Klebstreifen und Cutter. - Der Stuckateurberuf hat eben auch eine kreative Seite.

Da die Nachfrage nach Fachkräften in der Baubranche hoch ist, wird der Bauinfo-Tag jedes Jahr landesweit angeboten. Dank Herrn Kutzer, BORS-Beauftragter der Realschule Rutesheim (BORS = Berufsorientierung an Realschulen), hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, diesen Aktionstag zu besuchen.
(kf)

Bauinfotag 1
Bauinfotag 2

Für das leibliche Wohl wurde ebenfalls bestens gesorgt. Herr Zipperlen berichtete über die Dauer der Ausbildung zum Landschaftsgärtner und die verschiedenen Inhalte. Danach haben die Realschülerinnen und Realschüler an drei Stationen selbst Hand angelegt: Ein Highlight war der Arbeitseinsatz mit dem Bagger. Zudem wurden Pflastersteine gesetzt und ein Quiz zu Gesteinsarten bearbeitet.
Am Ende erhielt jeder noch ein kleines Geschenk. Um viele neue und interessante Eindrücke bereichert gingen die Schülerinnen nd Schüler anschließend nach Hause.


Informationsnachmittag beim Bildungspartner

Am Donnerstag, 21.09.2017 trafen sich um 14 Uhr einige Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 der Realschule Rutesheim in der Firma Zipperlen in Flacht, um sich dort über den Garten- und Landschaftsbau zu informieren. Herr und Frau Zipperlen teilten ihre Gäste in zwei Gruppen ein und führten sie durch ihre Firma. Bei diesem Rundgang erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in das Unternehmen und den Beruf des Landschaftsgärtners. Darüber hinaus lernten sie die unterschiedlichen Maschinen und Arbeitsweisen im Garten- und Landschaftsbau kennen.

3 RSR zu Gast bei Zipperlen
2 RSR zu Gast bei Zipperlen

Die Firma Zipperlen ist ein Bildungspartner der Realschule Rutesheim und bietet regelmäßig diese Informationsnachmittage an. So konnte im vergangenen Jahr ein Schüler als Auszubildender in den Garten- und Landschaftsbau der Zipperlens vermittelt werden.

Auf diesem Weg möchten wir uns recht herzlich für die gute Zusammenarbeit mit den Zipperlens bedanken. Es ist schön, dass sie uns Schülern die Möglichkeit bieten, Einblicke in diesen interessanten Beruf zu bekommen.

(Kim Geiger, Klasse 9b)

1 RSR zu Gast bei Zipperlen

Bustraining - Der Erfolg für einen sicheren Schulweg

Viele Schülerinnen und Schüler kommen tagtäglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Schulbus zur Schule. Der Schulbus ist das sicherste Verkehrsmittel, um in die Schule und nach Hause zu kommen. Damit dies auch so bleibt, werden die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 der Realschule Rutesheim jedes Jahr mit einem speziellen „Bustraining“ geschult.

Frau Geiger und das Busunternehmen Seitter wiesen mit viel Geduld auf Gefahren hin und zeigten den neuen Fünftklässlern ein sicheres Bewegen im und um den Bus sowie an der Bushaltestelle.

Der spielerische Umgang mit möglichen Gefahrenquellen, wie z.B. das Ausscheren des Busses und das entsprechende Verlagern des Gewichts anhand von Pylonen und Kartoffeln, war ein Highlight dieses speziellen Trainings. Darüber hinaus erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie ein störungsfreier Ein- und Ausstieg und ein angenehmes Fahren möglich werden. Eine kleine Busfahrt mit spannendem Bremstest rundete das Bustraining ab.

Bustraining Klasse 5a

„BoriS“ für die Realschule Rutesheim

Die Realschule Rutesheim wurde erfolgreich für fünf Jahre „BoriS“-rezertifiziert. Damit erhält unsere Schule zum wiederholten Mal das Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg „BoriS“ für herausragende Leistungen bei der Beruflichen Orientierung.

BoriS möchte möglichst viele Schulen dazu motivieren, ihr besonderes Augenmerk darauf zu legen, ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Berufswahl und die Arbeitswelt vorzubereiten. Ausgezeichnet werden also Schulen, die im Themenbereich Berufs- und Studienorientierung deutlich mehr machen, als die Bildungspläne und Verwaltungsvorschriften dies vorgeben.

Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus der Wirtschaft, den Schulen und Beratungsinstitutionen hatte anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs die Bewerbung der Realschule Rutesheim für das BoriS-Berufswahl-SIEGEL bewertet und positiv entschieden. Die RSR ist "BoriS-würdig".

Bei unserem Konzept der beruflichen Orientierung (BORS – Berufsorientierung an der Realschule) steht der enge, intensive Austausch zwischen Schule und Wirtschaft im Vordergrund. Besonders bemerkenswert ist unsere enge Zusammenarbeit mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen, insbesondere die in vielen Jahren gewachsenen Bildungspartnerschaften.

Die Auszeichnung der Realschule Rutesheim ist also auch ein Kompliment für unsere Bildungspartner:

  • Kreissparkasse Böblingen,
  • proceda Modellbau GmbH,
  • BARMER GEK und
  • Zipperlen Garten- und Landschaftsbau.

Ihnen allen gilt unser besonderer Dank.

Die Umsetzung des schuleigenen Konzepts wäre ohne eine Reihe weiterer Kooperationspartner nicht zu schaffen. Wir bedanken uns bei  

  • Berufliches Schulzentrum Leonberg (Frau Karin Bott),
  • HNO-Gemeinschaftspraxis Dr. med. Andreas Fischer/Dr. med. Robert Behrmann,
  • Ingenieurbüro EFG Engineering Facility Group Ingenieurgesellschaft mbH,
  • IHK Region Stuttgart (Frau Christiane Schullerus-Sixt) und
  • IB - Internationaler Bund (Frau Petra Dannenmann)

für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit.

Darüber hinaus danken wir auch unserer Berufsberaterin, Grit Böhlke von der Agentur für Arbeit. Sie berät die Schülerinnen und Schüler sehr kompetent und vertrauensvoll in allen Belangen der Beruflichen Orientierung.

Die wiederholte Auszeichnung mit „BoriS“ ist für die Realschule Rutesheim nicht nur ein schöner Erfolg, sondern auch eine Verpflichtung. Bekanntlich bestimmt die Berufswahl den weiteren Lebensweg ganz maßgeblich. Deshalb werden wir auch in Zukunft alles Mögliche tun, damit unsere Schülerinnen und Schüler darauf bestens vorbereitet sind.

(tr)

BoriS-SIEGEL für die Realschule Rutesheim

Einschulung der neuen Fünftklässler

Am Dienstag, 12.09.2017, begann für die neuen Fünftklässler das Schuljahr an der Realschule Rutesheim. Um 15:00 Uhr versammelten sich 69 Schülerinnen und Schüler in der Aula des Schulzentrums für ihre offizielle Einschulungsfeier. Begleitet wurden sie von ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten.

Die Klassen 6b und 6c sorgten für den musikalischen Auftakt, „Mit Musik geht alles besser“.
„Musik macht Stimmung, bringt Leichtigkeit und Schwung, macht Mut und kann uns unsere Aufregung nehmen. Das passt sehr gut zum heutigen Tag.“, so die kommissarische Schulleiterin, Tamara Rumpelt. Sie begrüßte die neuen Fünftklässler mit ihren Familien und hieß alle herzlich willkommen an der Realschule Rutesheim. „Neue Schülerinnen und Schüler bringen frischen Wind, neues Leben und auch ein Stück Zukunft in die Schule. Wir sind sehr gespannt, welche Talente Ihr mitbringt; wodurch ihr unsere Schulgemeinschaft bereichern werdet.“, erklärte Rumpelt.
Dabei stellte die komm. Schulleiterin – unter Hinweis auf die Erfolgsgeschichte der Realschule Rutesheim – auch die Bedeutung dieser weiterführenden Schulart innerhalb des Bildungssystems heraus. Wichtig sei dem Kollegium neben der Bildungsarbeit auch der Erziehungsauftrag. Rumpelt bat die Eltern um eine vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft: „Für die folgenden sechs Jahre sind wir Erziehungspartner, die das Wohlergehen und die Bildung Ihres Kindes im Blick haben. Die gute Zusammenarbeit mit Ihnen ist uns sehr wichtig. Unsere Türen sind immer für Sie offen.“

Auf die Begrüßungsrede folgte – entsprechend der Schultradition – ein überaus unterhaltsames Programm, durchweg gestaltet von den 6. Klassen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern sowie zwei Schülerinnen der Klassenstufe 9. Verschiedene musikalische und tänzerische Aufführungen hatten ihren amüsanten Höhepunkt in einem Schulsketch der Klasse 6a, der zur allgemeinen Erheiterung beitrug.

Die ganze Breite der Schulgemeinde kam in den verschiedenen Grußworten zum Ausdruck. Neben den beiden Vertretern der SMV (Schülermitverantwortung) begrüßte auch der Vorsitzende des Elternbeirats, Sven Heller, die neuen Fünftklässler und ihre Angehörigen. Er bat die neuen Eltern, sich aktiv im Schulleben einzubringen und um eine gute Zusammenarbeit.
Auch der Vorsitzende des Fördervereins (Freundeskreis der Realschule Rutesheim e.V.), Peter Konz, richtete einige Grußworte an die Schülerinnen und Schüler. Konz brachte für jede 5. Klasse ein Schwungtuch als Geschenk mit und erinnerte so an die Idee der „Gemeinschaft durch Sport und Bewegung“.

Der wohl spannendste Moment des Nachmittags war die Aufnahme der Schülerinnen und Schüler in ihre Klasse: Dazu baten die Klassenlehrerinnen ihre neuen Schützlinge zu sich auf die Bühne für ein erstes Klassenfoto. Anschließend ging es in die Unterrichtsräume zum ersten Kennenlernen und zur Weitergabe der wichtigsten Informationen zum Schulstart. Zwischenzeitlich bestand für die Angehörigen die Möglichkeit, im Schülercafé – bei Kaffee und Kuchen – Lehrer und Elternschaft kennenzulernen. Gastgeber dort waren die Eltern der Klassenstufe 6.

Nach den ersten drei Schultagen und der traditionellen „sanften Landung“ füllen die Fünftklässler bereits jetzt das Schulgebäude mit neuem Leben.

Die Schulgemeinde der Realschule Rutesheim freut sich auf ein lebendiges und gelingendes Schuljahr 2017/2018 und heißt die neuen Schülerinnen und Schüler nochmals herzlich willkommen.

(tr)

Die neuen Fünftklässler der Realschule Rutesheim